02 Apr

Restaurant Carlos Caravela

Ich bin ja nach wie vor skeptisch wenn mir Menschen erzählen wo ich unbedingt mal Essen gehen muss und wie fantastisch Essen/Wein/Ambiente/Inhaber sind. Kritiker jeder Art sind ja nur dann hilfreich wenn deren Geschmack zum eigenen kompatibel sind. Was nützt es wenn jemand den Fisch über alle Gräten hinaushobt und ich Fisch nicht mag…

Die Schwester schwärmte von ihrem Portugiesen – und da sie eine der wenigen Menschen ist, deren Gaumen ich kenne und verstehe – folgt man den Rufen halt mal.

Die Schwester hatte einen Spieß mit Rind, der Mann eine Fischauswahl und ich gegrilltes Iberico-Schwein. Beilage waren Salat und Pommes, die Pommes waren frittierte Kartoffelscheiben.Doch, Fleisch kann er. Der Fisch war frisch, der Mann hätte aber gerne weniger Öl darauf gehabt. Der Vino Verde war lecker, und zum Nachtisch galt: der Port muss fort.

Das Essen war gut, das Ambiente war freundlich, die Bedienung war ok. Nun, der Abend war gut und es ist schön das man zu Fuß nach Hause torkeln… äh laufen konnte.

Drei Personen Vorspeise, drei Hauptgerichte, eine Flasche Wein, Wasser, Portwein. 115 € ohne Trinkgeld.

 

13 Mrz

12 am 12.3.

Auch wenn das der ein oder andere nicht verstehen kann – für mich ist Luxus in einem durchorganisiertem leben eben mal nix machen zu müssen. Kein Theater, keine Menschen. Einfach nur mit dem Mann ein bisserl vorsichhin wohnen…

Before coffee. #1von12 #12von12

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between 2 cups coffee #12von12 #2von12

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After coffee #12von12 #3von12

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Strong tulips, 10 days… #12von12 #4von12

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Ah, fresh eggs. #12von12 #5von12

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Maultaschen mit Räucherlachsfüllung nebst Nachtisch #12von12 #6von12

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Naaaachtisch #7von12 #12von12

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Lieblingsserie! #renovationman #8von12 #12von12

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Gebt alles! #9von12 #12von12

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Ah. Twitter-Joghurt. #12von12 #10von12

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Wahl getroffen. Also für Heute. Abend. #12von12 #11von12

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Gute Nacht! #12von12

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05 Mrz

WMDEDGT 3/17

Heute wieder in der WMDEGDT-Edition. Frau Brüllen fragt wie an jedem fünften Tag eines Monats: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

5:15 Uhr aufgewacht und herumgewälzt. Das Gehirn verarbeitet auf Hochtouren zuviel Alltagszeug, nicht gut. Aufgestanden, in mein Zimmer gewechselt, Tumblr durchstöbert, wieder leicht müde geworden, zurück ins Bett.

7:15 Uhr der Mann steht auf, ich döse vor mich hin. Bekomme Kaffee ans Bett gebracht und blättere in Haustür-Prospekten. Ich war am Tag vorher auf der Haus2017 und bin wieder mal froh das ich gesponserte Karten hatte, Regionalmesse halt. Aber hey, die ein oder andere Kataloghaustürtür habe ich in Natura gesehen. Dunkelgrau scheint der Trend der Zeit zu sein. Erste Tendenzen zeichnen sich ab…

8:00 Uhr Ziehe wieder in mein Zimmer um, ich kann im liegen nicht denken. Klickere mich lustlos durch das Internet und finde das ich mit einem Laptop oder vor einem PC wesentlich effizienter recherchiere. Das iPätt ist gut zum lesen, stöbern usw. aber ich brauche richtige Tasten um einigermaßen konzentriert zu arbeiten.

10:00 Uhr Der Mann ruft zum Frühstück, irgendwie schmecken mir in der letzten Zeit weich gekochte Frühstückseier ausserordentlich gut. Ich lese meine angelesenen Zeitungen zu Ende und lasse mich treiben. Mir steckt die vergangene Woche richtig in den Knochen und ich bin weder zu meiner Umwelt noch zu mir gut. Meh.

14:00 Uhr Überlege einen Kuchen zu backen – aber das passt ja wieder gar nicht zum Plan etwas bewusster durch den Alltag zu gehen. Dann halt eine Handvoll Gummibärchen. Im Garten wird wieder am Himbeergerüst gewerkelt. Die Installation der vier Kreuze von Gestern ist weg. Nanü, hat er seine Pläne geändert.  Er baut ja gerade seinen ehemaligen Gemüsegarten um:

Später dann aussuchen der neuen Himbeerpflanzen, vorsichtiges anbringen von Änderungswünschen für einem anderen Gartenteil. Mal schauen.

Die geplante neue Haustür erfordert auch ein überdenken der jetzigen Klingelanlage. Als wir das Haus übernahmen existierten vier Wohnungen, umgebaut haben wir es 2006 in ein Zweiparteien-Haus, entsprechend ist die ganze Klingelgeschichte geplant worden. Mittlerweile ist das hier ein Einfamilienhaus und die Klingelei ist einfach nur noch dämlich. Zwei Klingeln, zwei Klingeltasten. Beide Klingeln landen im Erdgeschoss, und zwar in unterschiedlichen Tönen. In der ersten Etage herrscht Ruhe… Wahrscheinlich frustet mich das Thema weil das die einzige Elektronik ist die mein Gehirn nicht verstehen will – oder kann.

Egal, eine neue Tür bedingt halt auch ein paar Entscheidungen die dann später nicht einfach rückgängig gemacht werden können.

Ein Neubau wäre definitiv einfacher gewesen. Aber hey, wat is dat is! Einfach ist ja was für Fertighausbauer. Aber diese Farbdiskussion nervt langsam. Ich habe mir jetzt einen RAL-Farbfächer bestellt, das macht es dann hoffentlich etwas einfacher. Äh, wo waren wir?

18:00 Uhr Die gestern in der Metro gekauft Grillhäxchen schmecken sehr schweinisch. Dem Mann brauche ich in der nächsten Zeit nicht mehr mit Rüsselfleisch kommen, mir selbst eigentlich auch nicht. Zusammen mit den missratenen Miesmuscheln von gestern Abend war das jetzt nicht so das genussreiche Wochenende. Aber hey, die Gummibärchen sind lecker.

Ja nun, ich klöppele jetzt diese Zeilen, surfe noch ein bisserl nach Klingelgedöns und lese die Houzz-App leer. Dann ist Schicht im Schacht, ein bisserl heile Welt auf Instagram und zum Abschluss fällt mir das iPätt wieder ins Gesicht. So ist das inne Vorstadt!

Oinkoink.

 

 

06 Feb

Ja nun. 1/2017 – Grundrauschen.

Irgendwie ist mir gerade Social Media ziemlich zuwider. Ich kann nicht mal richtig benennen warum das so ist. Mir ist das alles vermutlich nicht „echt“ genug. Ständig neue Themen mit immer neuen Empörungswellen mit Meinungen die – wenn man denn mal zum Kern vordringt – keine sind. Ununterbrochenes Gerausche auf vielen Kanälen.

Den ein oder anderen Kanal habe ich in den vergangenen Tagen geschlossen. Facebook wegen völliger Nutzlosigkeit, Instagram, usw. wegen Überreizung. Twitter habe ich massiv ausgedünnt, da folge ich wieder Menschen die mich wirklich interessieren. Der Algorithmus ist gerade ausgetrickst, es kommen wieder Tweets durch von Leuten denen ich ewig folge und dachte sie schreiben nichts mehr… Erstaunlicherweise fällt es mir schwer den Xing-Account zu beerdigen – dabei ist der aktuell das Nutzloseste was mir im Internet unterkommt.

Ich mag schöne Bilder, schöne Menschen, schöne Dinge, schöne Häuser. Nur Schönheit braucht auch Kratzer und Dellen. Je schöner mir die Welt vorgespielt wird, desto weniger glaube ich an sie. Wahrscheinlich ist nach 46 Jahren meine geheime Superkraft auf ihrem Höhepunkt angekommen: es gibt keine funktionierenden Fassaden mehr. Bei niemanden.

Vermutlich bin ich einfach nicht für das Internet geeignet. Ich mag es mich in einem überschaubaren Rahmen mit Menschen auszutauschen und ohne große Filter reden zu dürfen. Das funktioniert im Internet aber nicht. Ich will keine mitnickende Filter-Bubble die zwar Meinungsfreiheit für Alle einfordert – gleichzeitig aber erstaunlich intolerant wird, wenn andere Meinungen nicht mit der Eigenen konform gehen. Ja nun.

Mich erinnert das Internet an einen kaputten Verstärker; eigentlich nervt einen das Knistern und Rauschen, aber wenn man ihn ausschaltet ist es ruhig. Vermutlich zu ruhig. Aber für eine Weile tut das erstaunlich gut. Im Internet kann sich ja jeder sein eigenes Programm zusammenstellen, das ist schön. Solange es ein paar Störsender gibt.

30 Jan

War was? 23.01. – 29.01.17

Ich meide derzeit das Internet wo ich nur kann, ich kann mit diesen Empörungswellen wegen Trump nichts anfangen. Nein, ich finde nichts von dem was der Herr veranstaltet gut. Ich konnte allerdings noch nie erkennen das lokale Empörung irgendeine Auswirkung auf das Handeln weit entfernter Despoten hat. Und mir ist das völlig egal ob mich deshalb jemand ignorant schimpft.

Tatsächlich treibt mich die Überlegung ob ich dieses Jahr erstmalig die CDU wählen soll deutlich mehr um. Ich will die Merkel behalten, aber den anhängenden Rattenschwanz wie z.B. Seehofer dahinter eher nicht. Manchmal hätte ein Präsidial-System schon Vorteile. Aber hey, bis zum 24.09. fliesst noch viel Blut durch die Meere.

Dann hat mich diese Woche dieser Artikel aus dem Zeit-Magazin beschäftigt:

Sechzig Jahre und zwei Diktaturen lang wurde hier die Freiheit eingeschränkt. Jetzt, wo sie da ist, weiß man nicht, was man mit ihr anstellen soll.

Viele Sachsen sind nie aufgewacht. Vor allem nicht jene, die ihr ganzes Leben hier verbracht haben. Sie haben sich zurückgezogen, ins Geordnete, Heimelige, Gewohnte, Vertraute, Kleine, Abgegrenzte. In die kleine Welt, die man zu kennen glaubt. In der man macht, was die Nachbarn machen, nämlich nichts, man lässt keinen rein und schubst die Hungrigen raus.

Ich glaube schon das der Artikel eine ganz gute Mentalitätsbeschreibung ist. Früher, als ich  noch ins Saarland zu meiner Großmutter aufs Dorf gefahren bin, war das immer mit dem überheblichen Gefühl verbunden aus einer richtigen Gegenwart in eine vermiefte Vergangenheit zu fahren. Ähnliche Gefühle kenne von den Ausflügen ins Rheinland zu meinem Vater. Aber – und das ist für mich der große und spürbare Unterschied zur Gegenwart: bei aller Kleingeistigkeit kam niemals die Menschlichkeit abhanden. Niemals.

Ich lebe seit über 23 Jahren in Dresden, ich habe gesehen wie Hoffnungen untergingen, Menschen sich sehr schwer mit dem einleben in ein neues System getan haben (und durchaus auch noch tun). Ich habe aber auch gesehen wie Menschen aufleben, die Welt entdeckten und sich ein Leben nach ihren Möglichkeiten aufgebaut haben. Wer sich nicht bewegt darf sich nicht über Stillstand beschweren.

Was war noch?

Arbeiten. Gemeinschaftliches Kochen mit dem jungen Herrn und dessen Freundin. Die Wohnung der Beiden ist hübsch geworden.

Dann noch ein Besuch in der Zeitenströmung, es gab eine ganz nette Ausstellung über Street-Art. Für das ein oder andere Gemälde würde ich durchaus eine Wand am Haus freigeben…


 

 

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